Kritiken
Riemannoper
Oper in zwei Akten für Bass, Tenor, Primadonna,
Primadonna assoluta und Klavier von Tom Johnson
Musikalische Leitung    Karl-Heinz Müller
Inszenierung    Axel Köhler
PREMIERE am 28. Februar 2007
Oper Leipzig Kellertheater


Dass Kammersänger Köhler sein halbes Leben in Kantinen und auf Klavierproben zugebracht hat, ist dem kurzweiligen Abend mühelos anzusehen. Dem vorsätzlich unausgwogenen Ensemble, das neben der hohen und der mittleren Männerlage gleich zwei Primadonnen in den Kampf schickt, verordnet er die theatralische Selbstbefragung als Prüfung in „praktischer Musiktheorie” - Typberatung und Klischeekunde inklusive.
Die Leistung der Regie ist es, den Kurzschluss zwischen Affekt und Defekt als Qualität zu erkennen und in prägnante Skizzen zu fassen.
Mitteldeutsche Zeitung   2. März 2007


Was bleibt da einem Regisseur anderes übrig, als nach szenischen Späßen zu suchen. Und das tat der als Altus international berühmte und auch als Regisseur erfolgreiche Axel Köhler denn ausgiebig. Er fand dazu noch eine Rahmenhandlung und bezog Riemanns Geist in das Bühnengeschehen ein. Die vier Sänger scheuten sich nicht, bis zur tänzerischen Akrobatik mit allerlei gestischen und pantomimischen Vorführungen aufzuwarten... Viele Besucher der ausverkauften Premiere amüsierten sich.
Leipzigs Neue   5. März 2007


Es geht tief hinab. In den Keller des gerade eingerüsteten Leipziger Opernhauses. Und zu den Grundlagen der Musiktheorie. Doch wenn der Altus Axel Köhler wieder einmal Regie führt, dann darf man getrost mit Theatervergnügen pur rechnen.
Casting-Atmosphäre mit einem selbstironischen Klischee-Feuerwerk... Wie sie sich in Szene setzen, übertrumpfen, aufeinander losgehen, einander überstrahlen wollen und am Ende doch nur gemeinsam den Zauber ihrer Profession vermitteln können, das ist so fein wie fetzend ausgespielt.
Neues Deutschland   5. März 2007






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