KRITIKEN
PROJEKTE
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Gräfin Mariza
Operette von Emmerich Kálmán
Musikalische Leitung Christian Garbosnik
Inszenierung Axel Köhler
Bühnenbild Hartmut Schörghofer
Kostüme Katharina Weißenborn
PREMIERE am 22. Januar 2010 an der Staatsoperette Dresden
Nächste Aufführungen am 27. Januar, am 18., 19. Februar, am 25., 26. März, am 28. Mai und am 12. und 13. Juni 2010
Mit einem originellen Neuaufguss von Kálmáns Operettenklassiker beigeisterte die Staatsoperette Dresden ihr Publikum. Die Premiere wurde immer wieder von Zwischenapplaus unterbrochen.
Regisseur Axel Köhler verzichtet auf Zigeunerromantik und k.u.k.-monarchistischen Restglanz und verlegt die Handlung ins Business-Milieu unserer krisengeschüttelten Gegenwart. Das gelingt mit Augenzwinkern...
Dresdner Morgenpost 25. Januar 2010
Regisseur Axel Köhler verrührt aber nicht nur klassische Zutaten zu einer flott verwobenen Nummernfolge mit gekonnten Auftritten in schicken Roben und fesch geworfenen Damenbeinen...
Darüber hinaus hat Köhler die Geschichte, ohne Transportschäden zu verursachen, in die unmittelbare Gegenwart verfrachtet. Der Euro jedenfalls ist die Währung, in der spekuliert wird.
Neues Deutschland 28. Januar 2010
Fotos
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- An der Staatsoperette inszeniert Axel Köhler das Stück als vergnüglichen Kommentar zur Zeit und geht dabei so geschickt vor, dass er das Genre nicht überfordert, aber auch nicht unterschätzt...
Hier, im ungarischen Naherholungsgebiet für Wiener Schlawiner, Spekulanten und Schweinebaron, müssen Violine, Zymbal und Kontrabass für käuflichen exotischen Party-Sound sorgen oder den Katzenjammer insolventer Zocker untermalen
Das Schönste an diesem Abend, Köhler versteht es, alle Darstellerinnen und Darsteller ins Spiel zu bringen, und alle spielen mit. Herrliche Typen sind da auf dem Kunstrasen der Bühne zu erleben...
Dresdner Neueste Nachrichten 25. Januar 2010
Axel Köhler, der Countertenor, Opernregisseur und -direktor, inzeniert Operette. Das ist spannend, weil er doch ein Verfechter des realitätsbezogenen Musiktheatres ist ...zumal die Musik jegliche Brisanz der Geschichte mit betörenden Melodien und schwungsvollen Rhythmen überdeckt...
Köhler präsentiert tatsächlich eine Idee, die einen Gegenwartsbezug gibt und sie dennoch nicht aus dem Rahmen sprengt.
(Am Schluss) ...ist es fast zuviel des Guten, aber unterhaltsam und schön anzusehen, klangvoll sowieso: Tusch!
Sächsische Zeitung 25. Januar 2010
Ohne nun gleich das Operettenkind mit dem Regietheaterbade auszuschütten, hat Axel Köhler in seiner Inszenierung die Geschichte als Zeitstück von heute erzählt... Das funktioniert ganz gut, weil Köhler diese Ebene mit Augenzwinkern einzieht, ohne die Musik und das Stück zu lädieren.
Freie Presse 25. Januar 2010
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