ALTUS      CD-Kritiken
CD „An die ferne Geliebte”
Anknüpfend an seine profilierten Programme „Falsetto grazioso“ und „Falsetto amoroso“ erweist sich der hallesche Händelpreisträger Köhler erneut als feinsinniger und zugleich unterhaltsamer Liedgestalter: vorbildlich in der musikalisch-textlichen Artikulation, den sensiblen inhaltlichen Konditionen jener vertonten Liebeslyrik beredsam nachspürend, und besonders überzeugend, wo poetische Gedankentiefe angezeigt ist. So kann Köhler seine Altus-Kultur vor allem mit Beethoven und Mendelssohn bestätigen …
Mitteldeutsche Zeitung 23. Oktober 2002

Auch wenn Köhlers Stimme an einigen (wenigen) Stellen als zu leicht erscheint, überzeugt auch hier die intelligente, an der Sprachmelodie orientierte uns äußerst nuancierte Ausgestaltung der Texte. Dabei versteht es Köhler, trotz kunstvoll gesetzter Pausen die Gesangslinie nie abreißen zu lassen und einen gelassenen, leicht distanziert erzählenden und oft leicht ironisch unterlegten Tonfall zu finden.
Online Musik Magazin  21. August 2002

Köhler verfügt über eine ebenso wohlklingende wie ausdrucksstarke Stimme. Auch hinsichtlich der dynamischen Möglichkeiten und des Vorrats an Klangfarben vermag Köhler zu überzeugen... Er hat sich das Repertoire in souveräner und für sich genommen überzeugender Weise zu Eigen gemacht.
Amazon.de  August 2010

CD „Die Kunst des Küssens”
…Obwohl diese Lieder ursprünglich nicht für Kastraten geschrieben
waren, macht die Besetzung mit einem Altus dennoch Sinn, denn die künstliche Stimme, die von Axel Köhler gleichwohl mit großer Natürlichkeit und durchweg sehr männlich eingesetzt wird, schlägt durch ihre verfremdende Wirkung den Bogen in die längst entschwundene Zeit. Köhlers Textauslotung ist delikat, der vokale Vortrag zugleich schlicht im Ton und raffiniert-belcantistisch.
KLASSIK HEUTE  2/2001

Diese amüsante Anthologie wird mit Charme und Witz präsentiert. Das helle Timbre von Axel Köhlers modulierfähiger Stimme entspricht angenehm den Liedern aus Barock, Rokoko und Klassik. Köhlers gute Textverständlichkeit, sein Operngestus, der erstaunlicherweise einer Ästhetik des Einfachen und Natürlichen nicht entgegen steht, sowie seine Affekte betonende Rhetorik machen aus den Miniaturen entzückend galante Szenen. Der sprachliche Witz korrespondiert mit dem musikalischen. Die Instrumentalisten sorgen einfühlsam für die klangfarbliche Grundierung.
FONO FORUM  6/2001

Köhler mit seiner beweglichen, stets souverän geführten Stimme gestaltet die Lieder mit kluger Textausgestaltung zu kleinen Szenen aus und verhindert dadurch, dass die Auswahl ins allzu Niedliche abgleitet Die wechselnde Begleitung (Harfe, Chitarrone, Gitarre, Arciliuto, Cembalo, Hammerflügel) verleiht dieser exzellenten Einspielung zusätzlichen Reiz.
Online Musik Magazin  21. August 2002