- Auf neuen
Wegen
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- In der Bilanz der
Zeitschrift OPERNWELT zur Saison 1999/2000 erschien in
der Sparte Junge Nachwuchsregisseure auch
der Name Axel Köhlers, dessen Inszenierung vom
Monteverdis Krönung der Poppea am
Opernhaus Halle für Aufsehen gesorgt hatte. Auf
Anhieb war dem Sänger mit seiner frischen Lesart
des Werkes, einer tempo- und einfallsreichen Umsetzung
der turbulenten Handlung, ein glänzendes
Regie-Debüt geglückt.
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- Auf welche Weise
nähern Sie sich einem Stück - lesen Sie
zuerst das Libretto und Sekundärliteratur oder
studieren Sie als erstes die Partitur? Hören Sie
sich Ton-Dokumente der betreffenden Oper
an?
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- Bei Rodrigo habe
ich zuerst eine Übersetzung des Textes gelesen,
dann in die Noten geschaut und schließlich eine
CD gehört. Freilich sollte man auch ohne diese
auskommen und sich die verschiedenen Affekte der Musik
allein aus dem Notenbild erschließen
können. Wenn ich den Auszug sehe, ist es mir
möglich, das musikalische Psychogramm des
Komponisten zu erfassen. Daraus bildet sich die
Figurenkonstellation - wie sehen die einzelnen
Personen und ihre Charaktere aus, wie läuft die
Geschichte ab? Und mag das Libretto auch noch so
absurd erscheinen - grundsätzlich hat jede
Handlung zunächst das Recht, wirklich
erzählt zu werden und nicht eine vom Regisseur
erdachte Geschichte aufgepropft zu
bekommen.
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- Nach einer Woche der
täglichen Beschäftigung mit
Rodrigo ging vor meinen Augen ein Fenster
auf, und in zwei Tagen habe ich die Konzeption -
einschließlich der Bühnenbilder, Requisiten
und Szenenwechsel - niedergeschrieben und mich dann
für die Inszenierung beworben.
- Vor der CD habe ich mich
nicht so sehr beeindrucken lassen, denn die Aufnahme
von Alan Curtis zielt eher auf musikalische Perfektion
denn auf bühnenwirksame Dramatik.So habe ich sie
sehr bald zur Seite gelegt. Meine Partien lerne ich im
übrigen auch nicht durch das Hören von CDs,
sondern versuche, einen ganz eigenen, unbeeindruckten
Zugang zu den Figuren zu finden.
- Ich empfinde ein
Glücksgefühl für meine berufliche
Situation, singen zu können und auch Regie zu
führen, denn diese beiden Prozesse ergänzen
sich wunderbar, und man lernt sehr viel vom einem
für das andere.
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- Proben zu
Rodrigo am Opernhaus Halle
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