| Kritiken | |||
KRITIKEN |
Georg Friedrich Händel Bayerische Staatsoper Premiere am 21. April 1994 Was 1994 als Händel-Urknall der Bayerischen Staatsoper den totalen Barock-Boom bescherte, wird nun eingemottet. Eine Produktion, die wie keine andere die Ära von Sir Peter Jonas symbolisiert. Die auch, wie die letzte Vorstellung bewies, erstaunlich frisch geblieben ist. Drei Sänger sind noch von der Premiere übrig, von denen Axel Köhler als Nirenus die meiste Stimmsubstanz herübergerettet hat. Münchner Merkur anlässlich der Münchner Opernfestspiele 2006 Während der Regisseur Mittel anwendet, die unverhohlen an die Breitenkultur unserer Tage anschließen, verhält es sich musikalisch gerade umgekehrt. Dem ebenfalls aus England stammenden, hierzulande unbekannten Dirigenten Ivor Bolton sind die Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis eine Selbstverständlichkeit. Das Bayerische Staatsorchester spielt zwar auf den heute gebräuchlichen Instrumenten, aber in kleiner Besetzung, mit wenig Vibrato und in vielfältig ausgebreiteter Artikulation, zum Teil in rasanten Tempi den Münchner Musikern eröffnet sich hier eine ganz neue Welt, in der sie sich schon ordentlich eingelebt haben. Neue Zürcher Zeitung 1994 | ||