Kritiken
Georg Cantor in „Cantor – Die Vermessung des Unendlichen”
Oper von Ingomar Grünauer
Opernhaus Halle
Uraufführung am 10. November 2006


… Das hört sich nach einer anspruchsvollen Titelpartie an … und den hat man in Axel Köhler. Köhler gelingt es beeindruckend, als eleganter Mann im Gelehrtenhabit des 19. Jahrhunderts den Zwiespalt zwischen Mathematiker russischer Abstammung einerseits und verhindertem Künstler andererseits glaubwürdig zu machen und den Konflikt zwischen Erkenntnisstreben und Berufszwang.
MDR Frühkritik


Für diese Rolle konnte sich Grünauer ganz auf die außergewöhnliche Begabung Axel Köhlers stützen.
… die Theaterbesucher feierten ihn am Ende enthusiastisch.
Neues Deutschland


… Und für den Titelhelden stand der vor allem im barocken Fach geschätzte Altus Axel Köhler bereit, um auf der Bühne alle Facetten einer bedrängten Wissenschaftlerexistenz auszuschreiten.
Die Welt
Unendlich groß ist die Bewunderung, die sich Axel Köhler in der Titelpartie erarbeitet. Immer ist er präsent, und immer hat er nicht nur alle Hände voll zu tun. Als natürlich schöner Bariton, wenn Cantor sich der glücklichen Kindheit in St. Petersburg erinnert. Als fabelhaft geschmeidiger Counter, wenn er sichvon mathematischen oder familiären Feinden umringt sieht, wenn er allein ist mit sich und seinem Leid. Als mindestens achtbarer Geiger, wenn es noch schlimmer kommt. Sprechen und spielen kann er überdies – was für ein Darsteller!
Leipziger Volkszeitung

Wie Roger Epple die im ganzen Raum verteilte Staatskapelle mit Umsicht und Präzision zusammenhält, das gehört zu den Glanz-Leistungen des Abends. Nebst der von Axel Köhler. Denn was Ingomar Grünauer, aufgeteilt in 30 Szenen, auf ein eigenes Libretto zu anderthalb Stunden Musik vertont hat, ist alles auf diesen Sängerdarsteller zugeschnitten. Axel Köhler bringt dafür nicht nur in der Emphase der Auseinandersetzung und des Streites um seine Entdeckung seinen Altus, sondern in Momenten der Erinnerung auch seine Bariton- und im Disput seine Sprechstimme ein. Weil er obendrein noch Geige zu spielen hat, dürfte die Partie anders schwer zu besetzen sein.
Frankfurter Rundschau




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