Kritiken
Amadigi
Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Musikalische Leitung    H.-Ch. Rademann/Basil H. E. Coleman
Inszenierung    Axel Köhler
Ausstattung    Anja Nitz/Felicia Schick/Theresa Vergo
PREMIERE am 12. Februar 2006
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus
PREMIERE am 01. April 2006
Fürstbischöflichen Opernhaus Passau

Axel Köhler hat den Wandel in der Aufführungsästhetik hin zu einerm leidenschaftlichen, modernen und nicht selten ironischen Zugang zur Welt der Barockoper selbst miterlebt. Das gibt er nun in Dresden weiter: die Freude am körperbetonten Spiel, die kleinen Episoden, die mit Witz oder Ernst die Arien begleiten und barocke Rhetorik ins Heutige übersetzen. Trotz aller szenischen Einfälle stehen die Sänger im Mittelpunkt, die Zeit für die Gestaltung ihrer Arien haben – und das tun sie auf erfreulich hohem Niveau... Hier lebt barocke Kultur weiter.
Sächsische Zeitung   14. Februar 2006

Gastregisseur Axel Köhler hatte eine zündende Idee, wie man die musikalisch reizende Oper – die mit allen erdenklichen Unwahrscheinlichkeiten wie Feuerprobe, Martyrium und natürlich wahrer und unerfüllter Liebe sowie dem „deus ex machina” ein echtes Zauberstück seiner Zeit ist – spannend und doch „zauberhaft” erzählen kann.
Passauer Neue Presse   3. April 2006
Regisseur Axel Köhler siedelt seine Version der Oper in der Barockstadt Dresden an. Prinz und Prinzessin sind ein junges Paar, gemeinsam mit den Freunden Melissa und Dardano in einer Touristengruppe, an der bunte Dresdenbilder, unterlegt mit Händels Musik, vorüberziehen wie einst im Kulturfilm von Defa oder Mosfilm … Ob junge Menschen sich in barocker Robe oder in modischem Freizeitlook auf Entdeckungsreisen begeben, Verwirrung, Blitz und Liebeszauber bringen bei barockem Kerzenschein das Leben ebenso in heilsame Unordnung wie unter der Diskokugel.
Die Inszenierung führt die Liebenden und Eifersüchtigen, Verwirrten, Schwärmer und Ernüchterten, Verlorenen und Wiedergefundenen unter Anleitung des erfahrenen Barocksängers Axel Köhler an einen verwunschenen Ort der vergessenen Moderne... 
Dresdner Neueste Nachrichten   14. Februar 2006

… da gibt es keinen Moment angestaubter Opernatmosphäre, alles ist bunt kolorier und spannend.
Gewürzt ist das Ganze mit viel Witz und Anzüglichkeiten... Die grandiose Schauspiel- und Gesangsleistung des Ensembles und minutenlanger Beifall des begeisterten Passauer Publiukms sprechen Bände.
orpheus   7/8 2006